Ringförmige Strukturen im Chiemgau

Stand: 2. November 2004
Update: 14. November 2004
Update: 27. Januar 2005

Vorbemerkung:
Angeregt durch Meldungen über Funde von Einschlagskratern eines zerbrochenen Kometen im Chiemgau durch das Chiemgau Impact Research Team betrachtete ich mir Satellitenbilder dieses Gebietes genauer.
Dabei bemerkte ich die hier beschriebenen großen ringförmigen Strukturen.
K. Hovekamp


Übersichtkarte:
Deutschland mit den Grenzen der Bundesländer.
Deutschlandkarte
Das kleine rote Rechteck im Südosten umrahmt das betroffene Gebiet.

Dieses Satellitenbild der Gegend zeigt den Chiemsee als großen dunklen Fleck. Ebenfalls dunkel erscheinen andere Seeen und Wälder. Grüne und hellgrüne Flächen sind überwiegend landwirtschaftliche Nutzflächen.
Satellitenbild Chiemgau

Das durch Bildverarbeitung etwas verwischte Bild (siehe unten) verdeutlicht den Eindruck, der auch durch Zusammenkneifen der Augen und blinzeln erreicht werden kann. Die kontrastreichen Grenzen unterschiedlicher Nutzung verschwimmen und das Auge übernimmt eine Art statistischer Auswertung mit räumlicher Zuordnung. Hier lassen sich dann konzentrische ringförmige Strukturen erahnen.
verwischtes Satellitenbild

Der deutlichste Ring mit etwa 25 km Durchmesser ist auf diesem Bild rot nachgezeichnet.
Satellitenbild mit Ring
Der Ring wird gebildet von:
der Südwest- und West-Ecke, des Chiemsee,
den nördlich anschließenden Seeen u.a. Langbürgenersee, Schloßsee, Krautsee, Pelhamer See, Hart See, Blassee, Kesselsee und Seeleiten See,
den bewaldeten Gebieten in Norden, westlich und östlich von Altenmarkt an der Alz,
den Wäldern am Ostrand von Traunstein.

Kleines Bild Chiemgau
Die folgenden kleinen Bilder zeigen die Aufspaltung in Farbkanäle, wobei die konzentrischen Ringe mal mehr oder weniger deutlich hervortreten.
Farbkanal 1 Farbkanal 2 Farbkanal 3 Farbkanal 4 Farbkanal 5 Farbkanal 6

Anmerkung:
Diese Bilder, des vermuteten Einschlagkrater "Silverpit" in der Nordsee vor England, zeigen ähnliche konzentrische Strukturen.
Silverpit
Quelle:
http://www.geolsoc.org.uk/template.cfm?name=Silverpit


Auf der südlichen Seite am Alpenrand scheint auch der deutlichste Ring nicht erkennbar zu sein. Auf der hier abgebildetet Landkarte ist aber eine bogenförmige Struktur dunkelgrüner Flächen zu erkennen, die den Verlauf der Ringstruktur ergänzen. Es handelt sich wohl um Hochmoore, die in der Gegend als "Moos" bezeichnet werden.
Landkarte Chiemgau

Die ringförmige Struktur auf diesem Satellitenbild zeigt den Siljankrater in Schweden, dessen Kontur sich auch teilweise durch den Siljansee abzeichnet.
Siljankrater
Quelle: http://www.landsat.org/index.html

Die entscheidende Frage für weitere Überlegungen ist:
Sind die ringförmigen Strukturen im Chiemgau zufällig entstanden und Einbildung, oder haben sie eine tiefere Ursache?

Welches ist die wahrscheinlichere Möglichkeit?
Der Mensch nutzt die Landschaft wie es ihm die natürlichen Gegebenheiten ermöglichen. Im Laufe der Jahrhunderte sind alle möglichen Flächen einer landwirtschaftlichen Nutzung als Acker oder Grünland zugeführt worden. Nur Flächen die hierfür nicht geeignet waren, wie Seeen, Berge, sumpfige Stellen und steinige Böden konnten nicht kultiviert werden. Diese Flächen blieben sich selbst überlassen und zeigen heute noch Seeen, Moore und Wälder.

Das Ergebnis:
Der Mensch hat durch seine Aktivitäten unbewußt die natürlichen Gegebenheiten hervorgehoben, sie sind deswegen mit großer Wahrscheinlichkeit nicht zufällig!

Was sind nun die Ursachen für diese natürlichen Gegebenheiten?
Vulkane, Verschiebungen, Faltungen, Kontinentaldrift, Hebungen, Senkungen und Meteoriteneinschläge? Erosion und Sedimentation zerstören diese Spuren auf der Erde in relativ kurzer Zeit? Der Mond zeigt diese Strukturen, weil es auf ihm keinen Wind, Wasser und kein Wetter gibt und damit auch keine zerstörende Erosion. Auf unserem Nachbarplaneten Mars gibt es eine dünne Athmosphäre und es gab wahrscheinlich auch flüssiges Wasser. Viele Oberflächenstrukturen zeigen sich trotz Erosion und Sedimentation deutlich. Allgegenwärtig und dominierend zeigen sich Einschlagskrater, oft fast vollständig verschüttet.
Manchmal auch durch fließendes Wasser freigespült und nachgezeichnet, wie hier,
Marskrater mit freigespültem Ring

oder durch Erosion als Umkehrprofil wieder sichtbar gemacht.
Marskrater als Umkehrprofil

Es bleibt festzuhalten:
Sedimentation überlagert und verdeckt Strukturen, aber konserviert sie auch.
Erosion kann Strukturen zerstören, aber auch freilegen und sogar rekonstruieren.

Auf der Erde könnte es noch eine weitere Form der Erosion geben, die verborgene Strukturen freilegt, wie es Archäologen machen, wenn sie ein Planum anlegen.
Gemeint sind die Eiszeiten mit ihren Gletschern, die das Gelände abhobeln und planieren. Diese Kräfte haben in Norddeutschland, aber auch im Alpenvorland gewirkt.
Siehe auch:
"http://free.pages.at/neuenkirchen/krater"


Es ist somit denkbar, dass die ringförmigen Strukturen im Chiemgau, auf einen Einschlagkrater aus dem letzten Zehntel der Erdgeschichte zurückgehen!


Quellenhinweise:
- Die Satellitenbilder stammen von der CD "D-SAT Version 1.0"
- Das Bild der Landkarte aus dem Programm "GiD Route 2000, Version 3.00"
- Die Bilder der Marskrater stammen vom "Mars Express" und sind unter dieser Adresse verfügbar:
ESA - Mars Express - Mars Express image browser


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